Obwohl der Oberste Gerichtshof das kirgisische Parlament am Samstag wegen des Verdachts auf Wahlmanipulationen aufgelöst hatte, hat sich die Zentrale Wahlkommission heute dafür ausgesprochen, das vor wenigen Wochen gewählte Parlament zu bestätigen. Umstände und Ablauf der Wahl waren umstritten. Die Richter hatten deshalb das frühere Parlament wieder eingesetzt.
Die wieder eingesetzten Parlamentarier bestimmten den 26. Juni als Termin der Präsidentenwahl. Dabei will auch der amtierende Interims-Präsident, der frühere Oppositionspolitiker Kurmanbek Bakijew, antreten.
Die Unruhen in Bischkek dauern unterdessen an. Drei Menschen sollen nach Angaben der Miliz in der vergangenen Nacht getötet worden sein, darunter mindestens ein Plünderer. Die Lage sei dennoch überwiegend unter Kontrolle, nicht zuletzt wegen der Mithilfe von rund 2000 Freiwilligen.